Immer Theater am Abschlag 1 oder Präsi Guido vs. Dirk

Dirk Mölders vs. Guido Garnies

Dirk Mölders vs. Guido Garnies

Im Golfpark „Waistaerea“ Renneshof im Rahmen des Angolfturniers der Rheinischen Golfgesellschaft zu Köln wurde zwischen Dirk Mölders und Guido Garnies kurzfristig entschieden, dass Matchplay der Colognesockets durchzuführen.
Die Teetime war für 13.00 Uhr geplant und bedingt durch Stau auf der A3 schaffte ich es tatsächlich um 12.52 Uhr am Abschlag anzukommen. Dirk lockerte sich gerade nach dem entspannten Einschlagen auf der Driving Range vor der Teebox.

Nicht nur durch die Anfahrt steigerte sich bei mir Hektik und Nervosität, sondern
1. weil mein Golfbuddy den Platz nicht auf den Schirm holen konnte
2. ich mal wieder keinen Ball im Bag hatte
3. in der Grundversorgung „Wasser und Brot“ völlig leer war
Natürlich war das Gelächter der anwesenden Zuschauer wieder entsprechend. Aber glücklicherweise konnte mir der freundliche Dr. Markus Granrath mit zwei ProV1 aushelfen. Nach meinem Sprint zum Verpflegungswagen waren zwei Flaschen Wasser und ein Ballisto erworben. Es konnte losgehen.

Schritt für Schritt näherte ich mich meinem Gegner Dirk der -völlig entspannt- mich freundlich per Handschlag begrüßte. Sein sportliches Auftreten mit einer gefühlten Körpergröße von zweimeterunddreißig in lila/weißes Outfit war furchteinflößend. Seine ruhige und charmante Art deuten auf Nerven wie Drahtseile hin. Nach nachträglichem genauen Vorgabenabgleich (ich musste nochmal nachschauen) hatte er auf fünf Loch einen vor.

Selbstverständlich musste ich mir vor/während des Aufteen von Herrn Alfred „seniorclassic“ Richter noch Tipps zu Griff und Schwung anhören und Jan Terwelp schloss noch schnell und lautstark Wetten gegen mich ab (u.a. Saugelaber…). Egal. Mein Abschlag landete auf der Nachbarbahn und Dirk schockte mich mit einem geraden Monsterdrive Mitte Bahn. Ich wusste, ab jetzt volle Konzentration. Das erste Loch teilten wir für mich sehr glücklich.

Dann passierte etwas, was ich nicht erklären kann. Dirk spielte ordentlich sein HCP, kam aber unter Druck, weil ich auf den folgenden Löchern eine Batterie von 7 Pars abfeuerte. Verständlicherweise war Dirk etwas genervt, weil er (sicherlich auch kein anderer und ich auch nicht) mir nur 40 Schläge auf den ersten 9 zugetraut hätte. Ich wusste, dass ich nicht nachlassen darf, denn in meinem Gegner steckt zu viel Potential. Somit hatte ich mir für die zweiten 9 fest vorgenommen keinen Türspalt zu öffnen!!

Obwohl die Partie für ihn schon fast im Koma lag kämpfte er und fand zu seinem Spiel. Mit viel Glück rettete ich mich in seiner Serie von Pars zum Unentschieden. Sein Spiel blieb unverändert gut, jedoch konnte er meinen Vorsprung von den ersten 9 vor dem 15. Loch nicht mehr wettmachen. Mit einem Pärchen gewann ich an der 15 den entscheidenden Punkt und 5 auf 3. Nach diesem Match weiß ich, dass ich genau am richtigen Tag am richtigen Ort war und bemitleide schon jetzt Dirks nächsten Gegner!

Ach noch etwas zum Platz:
In den nächsten Jahren (vielleicht auch überhaupt) macht es nach meiner Meinung keinen Sinn diesen Platz zu spielen. (Gute Stunde Fahrt von Köln)

1. Die Topographie ist (noch) langweilig. Ich weiß nur nicht wie die verbessert werden soll. Zum Schluß dachte ich, ich hätte heute sechs Mal die gleiche Bahn gespielt. –Hin / her – Hin – her….
2. Jede Bahn besteht aktuell zu 20% aus Waistaerea.
3. Die Bahnverläufe äußerst gefährlich (selbst ich lang bei drei Par 4 Löchern fast auf dem Grün weil das über die Nachbarbahnspielen jeder Wurst möglich gemacht wird)
4. Besonders merkwürdig war Loch11 (!!! 72 meter !!), wo der Abschlag eigentlich mitten in der Bahn 10 liegt. Eigentlich unmöglich ohne Helm und Protektoren da in Ruhe abschlagen, wenn sich solche Grobmotoriker wie Jan Terwelp mit Ihrem Crossgolf auf der 10 bewegen.
5. Die Grüns sollen den Miniaturplatz schwer machen und sind ordentlich onduliert. Aber….. – nur wenn zukünftig das Loch in 45° Neigung oder in die Bunkerkante gestochen wird, kann das den Platz interessant machen.

 

Mit sportlichen Gruß

Euer Guido